CJG Kinder- & Jugendhilfe St. Josef

Informationen für Eltern

Das Heimgelände ist ein weitläufiges Gelände mit vielen Bäumen, Rasen- und Spielflächen.
Es gibt drei Kinderhäuser in denen insgesamt sechs Gruppen leben, ein Jugendhaus für zwei Betreuungsangebote und ein Hauptgebäude, in dem Verwaltung und Heimleitung arbeiten. In einem der Kinderhäuser ist ferner unser psychologischer Fachdienst untergebracht und im Hauptgebäude leben die bei uns tätigen Ordensschwestern, die in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt sind. Auf dem Gelände finden Sie Sport- und Spielplätze für die Kinder und Jugendlichen. 

Die 7 bis 9 Kinder pro Gruppe werden von einem Team von Pädagog*innen betreut. Die Kolleg*innen arbeiten im Schichtdienst, so dass sie rund um die Uhr für die Kinder zur Verfügung stehen. Ausnahmen bilden hier die Tagesgruppen, in denen - wie der Name schon sagt - die Betreuung nur tagsüber erfolgt, da die Kinder am Abend wieder nach Hause gehen und der Verselbstständigungsbereich (Jugendhaus).

Der Gruppendienst wird in der Regel von 4 bis 5 festen Mitarbeiter*innen und 1 bis 2 Praktikant*innen abgedeckt. Jedes Kind bekommt eine/n Bezugspädagog*in zugeordnet, der für Schul- oder Kindergartenkontakte, Elterngespräche, Hilfeplangespräche etc. zuständig ist.

Jedem Team ist eine Bereichsleitung zugeordnet, der u. a. zuständig ist für Eltern- und Familiengespräche außerhalb der Gruppe, für die Zusammenarbeit der Gruppe mit dem Jugendamt, für den Schriftverkehr und für alles, was nicht unmittelbar von den Gruppenpädagog*innen erledigt wird. An die Bereichsleitung können Sie sich jederzeit wenden, wenn Sie Fragen, Kritik oder Anregungen haben.


Fragen & Antworten

Eltern, die eine Unterbringung ihres Kindes in der Kinder- & Jugendhilfe St Josef erwägen, sollten sich im ersten Schritt an das für sie zuständige Jugendamt wenden. Dies befindet sich in dem Bürgeramt / Rathaus des Wohnbezirkes in dem die Eltern leben bzw. der sorgeberechtigte Elternteil lebt. Mit dem dort zuständigen Sozialarbeiter besprechen Eltern ihre familiäre Situation. Soll eine Hilfe in Anspruch genommen werden, muss von den Sorgeberechtigten ein Antrag auf Hilfe zur Erziehung gestellt werden. Das Jugendamt sucht dann gemeinsam mit den sorgeberechtigten Eltern nach einer passenden Hilfeform. Dazu nimmt es Kontakt zu uns auf, um zu klären, ob es bei uns ein geeignetes Hilfeangebot gibt.

Wir ermitteln durch Auswertung aller zur Verfügung stehenden Informationen die Situation des Kindes oder Jugendlichen und seiner Familie sowie die Erwartungen des Jugendamtes. Wir prüfen, ob wir mit unseren Angeboten den Anforderungen entsprechen können. In einem persönlichen Vorstellungsgespräch findet die weitere Abklärung statt. Vor der Aufnahme von Jugendlichen gibt es in der Regel ein Probewohnen. Haben sich die Beteiligten entschieden, unsere Hilfen anzunehmen, werden Aufnahmevereinbarungen getroffen. Wir klären mit den Eltern den Zeitpunkt und Ablauf der Aufnahme sowie das Mitbringen von Unterlagen, Kleidung und persönlichen Dingen. Sollte das Jugendamt im Einzelfall eine Unterbringung eines Kindes/Jugendlichen gegen den Willen der Sorgeberechtigten durchführen, stimmen wir mit dem zuständigen Sozialarbeiter ab, ob und wie wir als Einrichtung Kontakt zu den Eltern herstellen.
 
Wenn wir im Verlauf des Aufnahmeverfahrens feststellen müssen, dass wir im konkreten Fall keine geeigneten Hilfen anbieten können, teilen wir unsere fachlichen Begründungen allen Beteiligten mit. Wir beteiligen uns gerne an den Überlegungen, welche Maßnahme geeignet sein könnte, wenn dies gewünscht wird.

So wie die Familie bisher der Lebensmittelpunkt des Kindes war, so soll sie auch weiterhin so weit wie möglich Ansprechpartner sein und bleiben. Wir entwickeln mit den Eltern und in Absprache mit dem Jugendamt individuelle Regelungen, so dass diese zuverlässig wissen, wann sie ihr Kind anrufen oder besuchen können und auch das Kind weiß, wann seine Eltern sich melden.
 
Die Besuche können in der Gruppe, in unserem eigens dafür bereitgehaltenen Besuchsraum oder auf dem Gelände stattfinden. Ist abgesprochen, dass Eltern mit den Kindern das Heimgelände verlassen können, werden die Mitarbeiter ihnen bei den Überlegungen, was man in der Umgebung unternehmen könnte, behilflich sein.

Wenn Kinder und Jugendliche in unsere Gruppen aufgenommen werden, ist es für uns sehr wichtig zu erfahren, ob das Kind an Erkrankungen oder Allergien leidet, ob und welche Medikamente eingenommen werden und ob es sich in ärztlicher Behandlung befindet. Wir werden die Eltern deshalb dazu ganz ausführlich befragen.

Normalerweise werden die Kinder in den ersten Tagen einem Kinderarzt vorgestellt. Bei Bedarf werden auch weitere Ärzte aufgesucht. Eltern erhalten regelmäßig Informationen über die Untersuchungsbefunde. Ebenfalls werden sie unterrichtet, wenn ihr Kind ernsthaft erkrankt oder verletzt ist. Sollte es sinnvoll sein, werden die Eltern bei den Arztbesuchen ihrer Kinder mit einbezogen. Über die Wahl des Arztes sprechen wir uns mit den Eltern ab.

Die Kinder- & Jugendhilfe St. Josef unternimmt im Freizeitbereich sehr viel. Gruppeninterne wie gruppenübergreifende Aktivitäten werden das ganze Jahr über angeboten - zum Teil durch unsere Freizeit- und Erlebnispädagogin.

Das weitläufige Gelände mit Spielgeräten, Rasenflächen und Sportplatz bietet vielfältige Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung. Für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist es in vielen Situationen darüber hinaus sinnvoll, diese je nach Interesse und Möglichkeit in Vereinen in der Umgebung zu integrieren und die Jugendlichen in diesem Bereich gut zu unterstützen. Am Wochenende werden oft Ausflüge wie Schwimmen, Zoobesuch, Eislaufen etc. gemacht.

Einmal im Jahr fährt die Gruppe gemeinsam in Urlaub. In der Regel ist dies während der Sommerferien (Ausnahme Tagesgruppen). Während dieser Zeit können die Kinder nicht besucht werden. In den restlichen Ferienzeiten haben die Kinder und Jugendlichen breitere Möglichkeiten zur individuellen Freizeitgestaltung und für Gruppenaktivitäten.

Die Kinder erhalten vom Tag der Aufnahme an ein nach Alter festgelegtes Taschengeld. Die Kinder entscheiden selbst, was sie davon kaufen wollen. Einen kleinen Teil des Geldes sollen die Kinder jedoch sparen. Ab 14 Jahren steht den Kindern ferner ein Pauschalgeld zur Anschaffung von Schulartikeln, Kosmetika etc. zur Verfügung.
 
Für Bekleidung gibt es ein zweckgebundenes Bekleidungsgeld - nach Alter gestaffelt. Die Kinder gehen bei Bedarf mit den Pädagogen, evtl. auch mit den Eltern, zum Bekleidungskauf.
 
Zusätzliche Gelder stehen den Kindern im Rahmen einer Weihnachtspauschale sowie bei Vereinsmitgliedschaften und Klassenfahrten zur Verfügung.

In der Kinder- & Jugendhilfe St. Josef wird gerne und gut gefeiert. So ist z.B. der Geburtstag eines Kindes stets Anlass einer Gruppenfeier. Darüber hinaus feiern wir natürlich alle großen Festtage wie Karneval, Ostern, Weihnachten etc. Die Eltern werden frühzeitig in die Überlegungen miteinbezogen, wann sie mit ihrem Kind diese Feste feiern können. Zusätzlich nehmen die Gruppen an den großen Kinderheimfesten teil.

Während der Zeit, in der Kinder in unserer Einrichtung sind, setzen wir uns in bestimmten Abständen mit den Eltern zusammen, um wichtige Dinge miteinander zu besprechen. Die Entwicklung der Kinder, die Situation der Eltern, der Verlauf der Besuchskontakte und die weitere Zukunftsplanung sind mögliche Themen dieser Gespräche. Eltern haben meist auch Fragen oder Themen, über die sie sich in Ruhe unterhalten möchten. Die Gespräche finden daher außerhalb der Gruppe statt. An diesen Gesprächen nimmt in der Regel ein Pädagoge und der Bereichsleiter teil.
 
Unabhängig von diesen Terminen haben Eltern bei jedem Telefonat oder Besuch die Gelegenheit, sich beim diensthabenden Pädagogen der Gruppe über ihr Kind zu informieren.
 
In regelmäßigen Abständen lädt das Jugendamt zu einem Hilfeplangespräch (HPG) ein. Hier sitzen Jugendamt, Eltern, Kind/Jugendlicher, Bezugspädagog*in und Bereichsleiter*in zusammen, um ganz grundlegende Dinge zu klären wie die Frage nach der weiteren Zukunft des Kindes und der Besuchsregelung. Dieser Termin findet in der Regel in unserer Einrichtung statt. Zur Vorbereitung senden wir den Eltern und dem Jugendamt einen Sachstandsbericht zu, in dem wir über die Entwicklung des Kindes einen Überblick geben.

CJG Kinder- & Jugendhilfe St. Josef

Am Portzenacker 1a
51069 Köln-Dünnwald
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Fax 0221 960361-77
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